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Schnarchen – was tun gegen die unliebsamen Nachgeräusche?

Schnarchen Wer selbst schnarcht, hat meistens keine Probleme (sofern keine Schlafapnoe vorliegt). Für unsere bessere Hälfte kann das Schnarchen des Partners aber sehr störend sowie unangenehm sein und den eigenen Schlaf stark beeinträchtigen. Unterschieden werden die Schnarcher in ihren Ursachen, sodass sich grob gesagt vier verschiedene Schnarch-Typen ergeben. Wir verraten dir, was sich gegen das Schnarchen unternehmen lässt und welche medizinischen Behandlungsmethoden beim Schnarchen geboten werden.
Besonderheiten
  • Beeinträchtigung des Schlafs
  • vor allem für den Partner störend
  • vier verschiedene Schnarch-Typen
  • inkl. Tipps und Behandlungsmöglichkeiten
  • Informationen zu allen Schnarch-Typen

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Top-Themen: Schnarchtypen, Tipps

Welcher Schnarchtyp bist du?

Falls du bislang gedacht hast, dass Schnarchen gleich Schnarchen ist, so irrst du dich. Es gibt verschiedene „Typen von Schnarchern“, wodurch sich auch die Maßnahmen unterscheiden, die eventuell gegen das Schnarchen helfen könnten.

Der erste Schritt ist also, zu bestimmen, welcher Schnarchtyp du bist (falls es dich selbst betrifft). Grob unterteilt werden die Schnarcher in folgende Typen.

Nasaler Schnarcher

Nasaler SchnarcherBeschreibung
Schnarch-GeräuscheDieser Schnarchtyp macht in der Regel eher grunzende oder rumpelnde Geräusche, die gleichmäßig oder flattrig sein können. Teilweise klingt der nasale Schnarcher auch wie ein pfeifender Wasserkessel.
UrsachenHäufig ist bei diesem Typ Schnarcher die Nase zu eng, sodass die Nasenatmung beeinträchtigt ist. Das kann anatomisch sein oder aber durch eine Allergie oder einen Schnupfen ausgelöst.
Eventuelle LösungenNasenspreizer (auch als Nasenklammer oder Nasendilator bekannt) oder ein Pflaster für Nasen, um die Atmung zu verbessern, indem die Nasenlöcher geweitet werden. Sollte das nasale Schnarchen von Allergien oder Schnupfen ausgelöst sein, können Nasenspülungen zum Befreien von Sekret und Schleim helfen. Wenn die Einschränkungen anatomischer Natur sind, ist ein operativer Eingriff (je nach vorliegender Situation) eventuell nicht vermeidbar.

Zungenschnarcher

ZungenschnarcherBeschreibung
Schnarch-GeräuscheBei diesem Schnarchtyp tritt das Geräusch schubweise auf. Der Ton ist zudem oft höher (leicht krächzend) als bei anderen Schnarch-Geräuschen.
UrsachenDieses Schnarchen ist fast nur in Rückenlage zu finden, da der hintere Zungenteil durch das Erschlaffen der Muskulatur nach hinten in den Rachen fällt. Der Rachen wird somit verengt oder ganz blockiert, sodass die Atemwege eingeschränkt sind.
Eventuelle LösungenDurch eine Positionstherapie kann das Schlafen in Rückenlage verhindert werden. Zum Einsatz kommen hierbei z.B. Schlafgürtel, Schlafrucksäcke oder ein Anti-Schnarchkissen. Auch Schnarchschienen werden bei Zungenschnarchern eingesetzt, um zu verhindern, dass die Zunge den Rachenraum blockiert.

Mund-Schnarcher

Mund-schnarcherBeschreibung
Schnarch-GeräuscheStell dir ein schlaffes Segel vor, wie es flatternd oder leicht rumpelnd vom Wind bewegt wird. Genauso klingt in etwa ein Mund-Schnarcher. Dabei ist das Geräusch, in welcher Variante auch immer, sehr kräftig und entsprechend laut.
UrsachenZwischen Mund und Rachen befindet sich bei einem Mund-Schnarcher verengtes Gewebe, das im Schlaf erschlafft. Dadurch kommt es zur Vibration, ausgelöst durch die Atemluft. Diese Vibration verursacht das starke Geräusch. Wenn zusätzlich noch eine eingeschränkte Nasenatmung vorliegt, kann das zusätzliche Schnarch-Geräusche verursachen.
Eventuelle LösungenDurch ein Mundstück wird das Atmen durch den verhindert. Ein Nasenspreizer sorgt dafür, dass die Nasenatmung verbessert und das Mund-Atmen ebenfalls verhindert wird. Sofern dies keine Abhilfe schafft, kann es notwendig sein, das Rachenraum-Gewebe (vor allem das sogenannte Gaumensegel) in einem operativen Eingriff zu straffen.

Rachenschnarcher

RachenschnarcherBeschreibung
Schnarch-GeräuscheDieser Schnarch-Typ schnarcht in keiner Weise rhythmisch, sondern aufgrund größerer Aufsetzer unrhythmisch. Sobald ein lautes Schnarchen ertönt, folgt daraufhin eine stille Phase von einigen Sekunden (häufig über 20 Sekunden am Stück).
UrsachenIm Schlaf erschlafft das Gewebe im Mund- und Hals, was bei einem Rachenschnarcher zu einer Blockierung führt. Die Luft kann nicht oder nur mit viel Anstrengung durch die kleinen Engstellen geleitet werden, weshalb es bei diesem Schnarchtyp auch häufig zu Atemaussetzern kommt (Schlafapnoe). Vielleicht kennst du diese Situation, weil du in dem Fall ganz plötzlich aus dem Schlaf schreckst – oftmals sogar mehrfach pro Nacht. In diesem Fall solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Eventuelle LösungenUm eine konstante Atmung zu gewährleisten, kommen bei einem Rachenschnarcher verschiedene Therapien zum Einsatz. Einerseits die sogenannte CPAP-Therapie mit einem Beatmungsgerät. Als zweite Methode wird die EPAP-Therapie mit Ventilpflastern auf der Nase geboten. Eine weitere Therapie ist die Stimulationstherapie AUS.

Wichtig: Wenn Ihr Schnarchen mit Aussetzern beim Atmen zusammenhängt, sollten Sie unbedingt einen HNO oder einen Schlafmediziner aufsuchen. Eine eventuelle Schlafapnoe kann zu erheblicher Gesundheitsgefahr führen, daher sollten Sie derartige Aussetzer nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Tipps und Tricks zum Thema Schnarchen

Wer sich einmal im Bekannten- oder Familienkreis umhört, wird viele Tipps zum Schnarchen hören. „Nimm einfach ein bisschen Nasenspray“, „leg dich auf die Seite“ oder „trink einen Tee vor dem Schlafen“. Ganz gleich, welche Tipps vielleicht auch du schon bekommen hast, wir klären nachfolgend auf, welche Hausmittel und Schnarch-Tipps wirklich sinnvoll sind. Natürlich gibt es keine Garantie, dass es auch bei dir oder deinem Schlafpartner zum Schnarch-Ende führt, aber einen Versuch ist es definitiv wert.

TippsBeschreibung
Verbessere deine NasenatmungIm ersten Schritt solltest du die Atmung deiner Nase verbessern, da dies ein häufiger Grund ist, weshalb es zum Schnarchen kommt. Häufig ist aber die beeinträchtigte Nase nicht der alleinige Grund, jedoch kann es bereits eine Verbesserung des Schnarchens geben. Zum Einsatz sollte kein Nasenspray kommen, denn hier kann es innerhalb einiger Tage zu einem Gewöhnungseffekt und somit auch zu einer Abhängigkeit kommen. Besser ist es,

  • ein Nasenspreizer
  • oder ein Nasenpflaster

einzusetzen, um die Atmung der Nase zu verbessern.

Vermeide die MundatmungGenerell solltest du versuchen, beim Schlafen stets mit der Nase zu atmen, da es nicht gesund ist, mit dem Mund zu atmen – auch dann nicht, wenn du nicht schnarchst.

Häufig führt aber das Atmen durch den Mund zum Schnarchen, oftmals kombiniert mit der Rückenlage. Gut geeignet ist in dieser Situation

  • ein Anti-Schnarch-Mundstück
  • oder ein Kinnband
Schlafe auf der SeiteVersuche dir eine seitliche Schlafposition anzugewöhnen, wenn du bis jetzt eher auf dem Rücken gelegen hast. Versuche es erst einmal „alleine“, indem du auf der Seite einschläfst. Da du es allerdings in der Nacht nicht verhindern kannst, dich wieder automatisch auf den Rücken zu legen, können

  • ein Schlafrucksack
  • eine Schlafweste
  • eine Schlafbandage
  • oder ein Lagerungskissen

Abhilfe schaffen. Mit diesen Lagerungshilfen sorgst du dafür, dass die Rückenlage nicht möglich ist, oder zumindest stark erschwert wird.

Sonstige TippsAbgesehen von diesen Tipps gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um das eigene Schnarchen zu verhindern. Nachfolgend einige Beispiele, die wir dir auf unserem Portal auch noch genauer vorstellen werden.

  • Anti-Schnarchschiene (Biblock- oder Monoblock-Schienen)
  • Training des Gaumengewebes (z.B. durch FaceFormer oder Dragon Pearl)
  • Abnehmen (durch das zusätzliche Gewicht, werden auch die Atemwege enger)
  • Hausmittel (Öle aus Olivenöl und Gartenraute, Brennnessel-, Salbei-, Arnika und Lindenblüten-Tee)
Unser Tipp: Sollte dein Kind schnarchen, dann ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll. Studien zeigen, dass gelegentliches Schnarchen bei etwa der Hälfte aller Kinder normal ist, sogar Babys schnarchen bereits. Wenn Kinder allerdings häufiger schnarchen, sollte die Ursache geklärt werden. Möglicherweise können Polypen oder vergrößerte Mandeln der Grund für das regelmäßige Schnarchen sein. Auch Übergewicht sowie Passiv-Rauchen führt zu einem vermehrten Schnarchen bei Kindern.

Was tun gegen Schnarchen – unser Fazit

Es gibt verschiedene Arten von Schnarchern, die je nach Schlafposition und anatomischer Gegebenheit auch andere Töne von sich geben. Abhängig deines eigenen Schnarchtyps sieht auch die Behandlungsmethode anders aus. Falls du nicht selbst betroffen, sondern der beschnarchte Partner bist, fragst du dich vielleicht ebenfalls, wie du das nächtliche Sägen ertragen sollst. Hilft ein einfaches Anstupsen und Aufwecken des Partners? Sehr wahrscheinlich, doch das würde auch seinen Schlaf stören, was wiederum langfristig euch beide unzufrieden macht. Besser ist es, nach einer geeigneten Lösung zu suchen, einige Produkte auszuprobieren oder ggfls. auch bei einem Arzt vorzusprechen.

Abschließender Tipp: Für iOS und auch Android werden einige Schnarch-Apps angeboten, um ein sogenanntes „Schnarchscreening“ durchzuführen. Dabei werden die Geräusche in der Nacht durch das integrierte Mikrofon aufgenommen und über die App analysiert. Das hilft dir, um deinen Schlaftyp herauszufinden und so entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Besonders bekannt ist z.B. die App „SnoreLab“ für iOS und Android.

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